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Geschichte und Verortung

Gründung im Frühjahr 2004

Anfang 2004 riefen – nach Vorbereitung durch eine Initiativgruppe – zwölf Personen aus Wissenschaft, sozialen Bewegungen und Politik zur Gründung eines Denknetzes auf. Unter diesen Gründungsmitgliedern befanden sich folgende Personen: Ruth Dreifuss, Alt-Bundesrätin. Professor Ueli Mäder, Institut für Soziologie, Basel. Paul Rechsteiner, Präsident SGB. Doris Schüepp, Generalsekretärin vpod. Walter Schöni, Soziologe und Redaktionsmitglied Widerspruch, René Levy, Professor für Soziologie an der Universität Lausanne. Anne Gurzeler, SAH Internationale Abteilung. Vasco Pedrina, Zentralpräsident Unia. Willy Spieler, Redaktor Neue Wege. Therese Frösch, Direktorin Soziale Sicherheit der Stadt Bern. Rita Schiavi, Geschäftsleitung Unia. Hans Schäppi, Präsident Solifonds. Die Gründungsgruppe defininierte die Ziele und die Arbeitsweise des Denknetzes wie folgt:

Das Denknetz ist ein Forum für den Austausch zu aktuellen Themen aus Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitspolitik.

Das Denknetz ist den Grundwerten der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität verpflichtet. Das Denknetz konstatiert zunehmende soziale Ungleichheiten und eine Tendenz zur Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Es will die Mechanismen dieser Dynamik besser verstehen und Alternativen erkunden und diskutieren.

 

Die Initiantinnen und Initianten des Denknetzes stammen aus Wissenschaft und Forschung, aus Gewerkschaften, politischen Bewegungen und NGO’s, aus kritischen Zeitschriften und Verlagen.

Das Denknetz
- fördert den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit zwischen WissenschafterInnen, politischen
und gewerkschaftlichen AkteurInnen und Institutionen im In- und Ausland
- macht Forschungsresultate für die politische Praxis fruchtbar und vermittelt Anregungen für Forschungsprojekte
- entwickelt und setzt Impulse für die politische Orientierung zu aktuellen Themen, ohne jedoch selbst direkt in politische Auseinandersetzungen einzugreifen.

Das Denknetz führt regelmässige Tagungen durch, fördert Forschung und Konzeptarbeit, entwickelt eine internet-basierte Drehscheibe für Vernetzung und Austausch und betreibt ein eigenes Sekretariat.

 

Definitionsmacht zurückgewinnen: Zur Gründung des Denknetzes

Beitrag von Andreas Rieger in Denknetz Jahrbuch 2005

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Das Jahrbuch 2014 wurde anlässlich des 10-jährigen Denknetz-Jubiläums unter anderem auch der kritischen Selbstreflexion gewidmet. Es  trägt den Titel "Kritik des kritischen Denkens". Mehr dazu hier.

 

Ebenfalls anlässlich des Jubläums entstand ein fünfseitiger Text, der die Denknetz-Grundlagen, die Denknetz-Themen, die Arbeitsweise und die wichtigsten Ergebnisse erläutert.

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Grundsätzliche Verortung: Die Wende beginnt im Kopf.

Spätestens seit der Finanzkrise von 2007/2008 befindet sich die neoliberale Ideologie in einer Legitimationskrise. In den nächsten Jahren müssen grundlegende gesellschaftliche Orientierungen neu ermittelt werden. Emanzipation, Befreiung und soziale Gerechtigkeit müssen und können auf der gesellschaftlichen Agenda wieder höhere Bedeutung erhalten. Das Denknetz will die entsprechenden Prozesse reflektieren und beeinflussen. Richtschnur des Denknetzes sind die gesellschaftliche Gleichheit und Gleichberechtigung. Unsere Themen sind die mittel- und langfristigen Entwicklungen in der Wirtschafts-. Sozial- und Arbeitspolitik. Wir wollen ein Denk-Netzwerk sein für alle, die interessiert sind an der Erarbeitung und an der ständigen kritischen Überprüfung von politischer Orientierung. Wir organisieren Tagungen, entwickeln Konzepte und Reformvorschläge, betreiben eine Web-Site und publizieren einen Infobrief und ein Jahrbuch. Wir sind unabhängig von Organisationen und Institutionen. Getragen werden wir von den mittlerweile über 1000 Mitgliedern (Stand 2015) aus Wissenschaft und Forschung, aus NGOs und Gewerkschaften, aus politischen Bewegungen und sozialkritischen Zeitschriften. Die Mitgliedschaft kostet Fr.100.- (Fr. 40.- für Nicht- oder Wenigverdienende).

 

Dossier zum Denknetz erschienen in: VPOD-Magazin November 2014

Anlässlich des Denknetz-Jubliäums hat das Magazin der Gewerkschaft VPOD ein Dossier erstellt, das allen Interessierten einen guten Einblick in die Arbeit des Denknetz ermöglicht. Das Dossier enthält u.a. auch ein längeres Interview mit Ruth Gurny, Denknetz-Präsidentin und Beat Ringger, geschäftsleitender Sekretär.

 

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